30 Jahre IDL Unternehmensgruppe - eine Erfolgsgeschichte

Heute nutzen 1100 Unternehmen die IDL Software für Financial Performance Management. Viele sind "IDL Fans" geworden.

Die Gründer Bernward Egenolf und Harald Frühwacht berichten über Erfolgsfaktoren auf dem Weg zum Marktführer und geben einen Ausblick in die Zukunft.

Lesen Sie hierzu auch ein Interview
mit den beiden Geschäftsgründern.
Zum Interview >>

Im Interview berichten Bernward Egenolf und Harald Frühwacht über den Weg von der Idee zum marktführenden Anbieter von Software für Finanical Performance Management

IDL Software digitalisiert Finanzprozesse von mittelständischen Unternehmen und Konzernen weltweit. Als Bernward Egenolf, heute CEO der IDL Unternehmensgruppe 1990 nach dem Studium IDL gründete und kurz darauf Harald Frühwacht, heute Leiter der Produktentwicklung einstellte, da war die Welt der Jahresabschlüsse noch eine andere: Bilanzen des Vorjahres wurden durch den Kopierer geschickt, mit Tipp-Ex auf den aktuellen Abschluss hin aktualisiert. Berichte kamen auf dem Postweg. Das fachliche Wissen rund um das Zahlenwerk steckte zu 150 Prozent in den Köpfen der Finanzleiter. Jeder Arbeitsschritt ging von Hand.

Eine Software, die mit Daten gefüttert, entlang der fachlichen Logik konsolidierte Jahresabschlüsse, Einzelabschlüsse sowie fertige Reports und Berichte für das Disclosure liefert - das war weit jenseits der Vorstellungskraft der meisten damaligen Finanzverantwortlichen. Die beiden IDL-Gründer haben Pionierarbeit geleistet. Im Interview erzählen sie, wie IDL zum Marktführer für Financial Performance Management wurde.

Herr Egenolf, zum 30sten Firmenjubiläum konnten Sie nicht feiern wie geplant. Mit dem höchsten Halbjahreslizenzumsatz der Unternehmensgeschichte hat sich IDL zur Jahresmitte ein echtes Geburtstagsgeschenk gemacht. Ein lachendes und ein weinendes Auge?

Bernward Egenolf: Dieses Jahr ist sicherlich nicht nur für IDL sondern für jeden ganz persönlich anders verlaufen als gedacht. In jeder Hinsicht. Wenn dann trotzdem so ein Ergebnis gelingt, dann ist das der Moment, in dem Sie sich als Geschäftsführer bei Ihrer Mannschaft aus ganzem Herzen bedanken. Eine Teamleistung, auf die wir sehr stolz sind. Und sobald die Umstände es erlauben, stoßen wir gemeinsam darauf an.

IDL ist Marktführer für Financial Perfomance Management. Analysten bescheinigen Ihnen diese Position nun mehrerer Jahre in Folge. Was machen Sie besser als andere Software-Anbieter im Finanzwesen?

Harald Frühwacht: Wir haben bei all den Herausforderungen, vor denen unsere Kunden und wir selbst im Laufe der Jahre standen, immer genau hingesehen und uns gefragt, wie kann man das noch besser machen? Dabei haben wir es geschafft, das betriebswirtschaftliche Experten-Wissen unserer Beratung in eine moderne, modular aufgebaute Software zu bringen, mit der Unternehmen weltweit durchgängig ihre Finanzberichterstattungsprozesse digitalisieren können. Zudem haben wir früh dafür gesorgt, dass wir über Schnittstellen mit unserer Software auf nahezu alle Systemwelten aufsetzen können. IDL ist Partner von Microsoft und IBM. Unsere Software ist von SAP für die Anbindung von SAP ERP und SAP S/4 HANA zertifiziert. Das sind sicherlich Wettbewerbsvorteile, die wir wirklich gut genutzt haben.

30 Jahre an der Spitze von IDL. Hat die Verantwortung immer Spaß gemacht?

Bernward Egenolf: Zu sehen, wie aus einer Idee ein Unternehmen wird, das über die vielen Jahre sein Potenzial entfaltet und zu erleben, wie Kunden wiederum in Ihren Unternehmen mit unserer Software positive Ergebnisse erzielen – doch, ja, das macht Spaß! Natürlich ist man als Unternehmer auch mit Herausforderungen konfrontiert. Es gilt auch Entscheidungen zu treffen, die unpopulär sind oder sich gegen Trends zu stellen, wenn Sie der festen Überzeugung sind, dass ein anderer Weg richtig ist.

Im Gegensatz zu vielen anderen Software-Unternehmen hat sich IDL dazu entschieden, die Software Entwicklung in Deutschland zu belassen. Würden Sie das wieder tun?

Harald Frühwacht: Ganz eindeutig, ja! Wir haben bei Marktbegleitern die immensen Reibungsverluste gesehen, die aufgrund von Sprache, Verständnis und Standards entstanden sind und leider auch, welche Kompromisse man letztendlich dafür beim Produkt eingehen musste. Dass wir hier eigene Wege gehen, das stand von Anfang an außer Frage. „Made in Germany“ ist ein internationales Qualitäts-Kriterium. Das gilt auch für Software. Dass diese Qualität am Ende in der Praxis überzeugt, dafür sorgt eine hoch qualifizierte Entwickler- und Support-Mannschaft, die in Ahrensburg bei Hamburg sitzt.

Die Unternehmenswelt hat sich in den letzten 30 Jahren stark gewandelt. Welche Veränderungen haben Sie ganz persönlich dabei überrascht?

Bernward Egenolf: Neben den verschiedenen neuen Anforderungen, die die Digitalisierung an Business Modelle, Strukturen und Prozesse stellt, hat sich die Anzahl der Konzerngesellschaften bei unseren Kunden deutlich verändert. Wir sind seinerzeit mit unseren Entwicklungspartnerschaften bei Konzerngrößen zwischen 30 und 80 Unternehmenseinheiten gestartet. Keine kleinen Konzerne für die 90er Jahre. Heute sehen wir hingegen Konzerngrößen mit drei- bis vierstelligen Organisationseinheiten, die wir bei Planung und Konsolidierung weltweit unterstützen. Das hat sicherlich viel damit zu tun, dass Konzerne heute sehr viel stärkere wirtschaftliche Eigenaktivitäten haben und dass der Bereich Mergers and Acquisitions eine größere Rolle spielt.

Wie haben sich in diesem Zusammenhang die Anforderungen an das Finanzwesen verändert? Sind sie gestiegen, oder kann man das so nicht sagen?

Harald Frühwacht: Sie haben sich zumindest sehr gravierend verändert. Dass Zahlen und Daten heute von Software digital erhoben, strukturiert und aufbereitet werden, hat eine Vielzahl neuer Kompetenzanforderung in die Finanzabteilung gebracht und Rollen etablierter Funktionen verändert. Das hat nichts mehr mit der alten, analogen Zahlenwelt zu tun, in der wir nach dem Studium gestartet sind. Schon damals war die Welt im Umbruch und es war klar, dass die neuen technologischen Möglichkeiten auch den Bereich der Unternehmenssteuerung verändern würden. Wie massiv und in welcher Weise, das konnte sich sicherlich damals noch keiner vorstellen. Dass wir irgendwann die Finanzprozesse global agierender Konzern durchgängig mit Software unterstützen und welche Chancen durch die Aktualität, Transparenz und Analysemöglichkeiten von Daten entstehen würden, das lag damals noch im Bereich der Utopie.

Wir sprechen also über den Wandel durch Digitalisierung. Welche Aspekte davon, waren für IDL und seine Produktwelt in den 30 Jahren besonders entscheidend?

Harald Frühwacht: Ich denke, einer der wesentlichsten Aspekte ist der immense Vertrauensbildungsprozess in digitale Technologie, durch den wir in den letzten Jahrzehnten gegangen sind. Am Anfang war Software eine Insel. Nur Nerds konnten das bedienen. Speziell in unserem Bereich wollte man mit viel persönlichem, fachlichen Wissen die Kontrolle über all die komplexen Vorgänge im Finanzwesen bewahren. Das hat sich verändert. Durch die Hintertür der mobilen Devices für Privatkonsumenten, erst langsam und dann eruptiv. Heute ist Software Teil unserer Alltagswelt. Sie ist smart und anwenderfreundlich und sie hat spielerischen Charakter. Außerdem vertrauen wir heute darauf, dass in Software mehr Information, Kompetenz und Erfahrung steckt, als wir sie uns selbst aneignen könnten.

Eine Intelligenz, die uns zur Seite steht wie ein Freund?

Harald Frühwacht: Ein guter Vergleich. Wir haben tatsächlich eine Art Beziehung aufgebaut: Software soll uns navigieren, uns ein Ergebnis zeigen, es logisch einordnen und Vorschläge machen, wie man mit der Situation am besten umgehen kann. Die Zweifel gegenüber der Technik sind in unserem Bereich einem zuversichtlichen Vertrauen in gute Software gewichen. Dies rechtzeitig zu erkennen, zu verstehen, was das für unsere Produktwelt bedeutet und sie darauf auszurichten, das war für uns als Software-Hersteller entscheidend.

Ist Software ohne Menschen in der Unternehmenssteuerung für Sie denkbar? Und sind wir dafür bereit?

Bernward Egenolf: Sich selbst steuernde Unternehmen - es ist schon spannend, die Idee zu diskutieren. Allerdings gibt es bislang keine Ansätze, die mich überzeugen. Ich beobachte viel mehr, dass wir es an vielen Stellen weiterhin mit Basisarbeit zu tun haben. Es geht für viele Unternehmen neben den Anforderungen des Tagesgeschäftes immer noch stark darum zu verstehen, was der aktuelle Stand der Digitalisierung eigentlich fordert und welcher Nutzen daraus gezogen werden kann. Unternehmen sind große Tanker, die sich selbst im Wildwasser nicht so schnell drehen lassen. Gerade beim Thema Prozesse ist die Einführung von Software im Finanzwesen eine Chance, sich schneller zu entwickeln. Weil richtig gute Software neben all den Benefits, die sie bringt, innovatives, neues Denken einfordert und Schwachstellen aufzeigt.

Sind das nicht gerade die Punkte, die oft gescheut werden?

Bernward Egenolf: Sicherlich. Aber noch unbequemer ist es, den entscheidenden Punkt zu übersehen. Wer sein Unternehmen erfolgreich steuern will, wird sich der Herausforderung rechtzeitig stellen. Software, Menschen und Prozesse gehen Hand in Hand und müssen die Dynamik von Unternehmen im Marktgeschehen mitgehen. Unser Beratungsansatz ist es seit jeher, Prozess-Know-how für die Finanzabteilung in die Unternehmen zu tragen. Das führt zwar auf dem Weg dorthin zu Komfortzonendiskussionen, am Ende jedoch profitieren unsere Kunden immer davon. Sie sparen Zeit, Geld, Ressourcen und Nerven. Viele sind uns gerade deshalb über Jahrzehnte hinweg treu. Manche tatsächlich seit 30 Jahren.

Das ist in der Tat ein Vertrauensbeweis. Außerdem zeigt es, dass IDL Software den Anforderungen der Zeit folgt. Was zeichnet heute, im Jahr 2020, eine gute Software im Finanzwesen aus?

Harald Frühwacht: Das Stichwort Dynamik ist bereits gefallen. Es geht darum, mit Software weltweite Steuerungssysteme zu entwickeln, die den ständigen legalen und marktgetriebenen Veränderungen gewachsen sind. Wir haben von unseren Kunden gelernt, wie wichtig es ist, dabei das richtige Maß zwischen Standardisierung, Automatisierung und individuellen Anforderungen abbilden zu können.

Was umfasst so ein Steuerungssystem im besten Fall – oder andersherum gefragt: was wird den Anforderungen heute nicht mehr gerecht?

Harald Frühwacht: Um es plakativ zu machen: Software, die betriebswirtschaftliche KPIs und Benchmarks auf Charts darstellt, reicht heute nicht mehr aus. Vielmehr braucht es Tools, die in der Lage sind, Unternehmen intelligent durch alle Themenbereiche des Finanzwesens zu führen, Fehler zu eliminieren und dabei den Aufwand auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Das beginnt bei einem durchdachten Datenmanagement und dem Thema Schnittstellen, geht weiter über Anforderungen in Bezug auf die Datenqualität, beispielsweise durch Plausibilitätschecks oder Prüfregeln, hinüber zu den Disziplinen Planung und Forecasting, der Konsolidierung mit Fast-Close Bedarfen, Möglichkeiten der Datenanalyse bis in das Thema Disclosure Management - mit zum Teil regulatorischen Reporting Anforderungen verschiedener Aufsichtsbehörden, wie FINREP, Country-by-Country-Reporting und ESEF. Zudem gilt es entlang des Prozesses immer die Compliance-Anforderungen zu erfüllen.

Die Auswahl einer Software ist ja immer auch Teil der Unternehmensstrategie. Konkreter könnte man sagen, der Digitalisierungsstrategie. Mit welchen Digitalisierungsthemen beschäftigen sich Ihre Kunden eigentlich aktuell? Worauf treffen Sie in der Praxis?

Harald Frühwacht: Das ist ganz unterschiedlich. Wir treffen auf Unternehmen, die haben sich sehr früh mit einer umfassenden Digitalisierungsstrategie über alle Unternehmensbereiche hinweg beschäftigt und sind sehr weit. Andere merken, dass sie Tempo und Marktdynamik nicht weiter mitgehen können, wenn sie nicht jetzt konsequent handeln. Im Finanzwesen sehen wir beispielsweise auch heute noch Unternehmen, die trotz des hohen manuellen Aufwands und hoher Fehleranfälligkeit 150 Gesellschaften mit Excel konsolidieren.

Inwieweit ist Digitalisierung ein individuelles Thema? Kann ein Unternehmen sich aussuchen, wo es sie mitgeht und wo nicht?

Bernward Egenolf: Ich würde sagen, es ist wie beim Hausbau. Die Statik muss stimmen. Ein sicheres Fundament, stabile Wände und ein Dach, durch das es nicht hereinregnet. Bis hier hin ist Digitalisierung nicht verhandelbar. Die Inneneinrichtung aber kann man sich nach Geschmack zusammenstellen. Letztlich gibt es nicht die eine Blaupause, die für jedes Unternehmen funktioniert. Man kann sich Best Pratices zunutze machen, kann voneinander lernen. Dieser Erfahrungsaustausch war uns von jeher wichtig. Nicht nur unter unseren Kunden. Sondern auch im Rahmen unserer Entwicklungspartnerschaften, die maßgeblich dafür gesorgt haben, dass IDL Software heute neben der fachlichen Tiefe einen so hohen technischen Reifegrad und moderne Usability hat.

Kurze Frage zum Schluss: 30 Jahre zurück – würden Sie’s wieder machen?

Bernward Egenolf: Ganz klar: Ja! Und ich würde jedem jungen Menschen, der eine gute Idee hat, empfehlen, sich gute Mentoren zu suchen und es zu tun. Die Welt dreht sich aktuell schneller denn je und wir brauchen jeden guten Einfall, der uns vorwärtsbringt.

Herr Egenolf, Herr Frühwacht, herzlichen Dank für das Gespräch.

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