Fachartikel

TEIL 1: Evergreen Endkonsolidierung - So klappt‘s mit IDL.KONSIS

Die Endkonsolidierung. Schon der Name spaltet die Gemüter. In der Fachliteratur oft als Endkonsolidierung bezeichnet, wird dieser Vorgang in vielen Fällen (vielleicht sogar häufiger) Entkonsolidierung benannt.

Die Entkonsolidierer wählen das „t“ und denken an das Ausscheiden der Tochtergesellschaft aus der Gruppe, die Endkonsolidierer bevorzugen das „d“ und wollen damit die Begriffsreihe der Erst und Folgekonsolidierung mit der Endkonsolidierung harmonisch abrunden. Beide Bezeichnungen sind dabei richtig und stehen für denselben Sachverhalt.

Alle Tabellen und Screenshots zu diesem Artikel finden Sie im PDF-Artikel als Download.

Die Herausforderungen

Doch neben der Frage nach „d“ oder „t“, gibt es zwei weitere schwergewichtige Themen, die zu heftigen fachlichen Debatten führen: I. Das Endkonsolidierungsergebnis entspricht regelmäßig nicht dem Ergebnis aus der Veräußerung von Beteiligung im Einzelabschluss. II. Der Cash-Effekt aus der Endkonsolidierung entspricht regelmäßig nicht dem Cash-Effekt aus der Veräußerung der Beteiligung im Einzelabschluss.

Ein Fallbeispiel

Lassen Sie uns Herausforderung I. näher betrachten und dazu ein Fallbeispiel wählen: Wir wollen die Bestandteile der Veräußerung im Einzelabschluss und der Endkonsolidierung im Konzernabschluss anhand einfacher Zahlen gegenüberstellen, um Rückschlüsse ziehen zu können. Siehe Tabelle 1. Die Zahlen sind bewusst so gewählt, um im Konzern auf das gleiche Ergebnis wie im Einzelabschluss zu kommen. Von dieser Warte aus wird uns klar, dass > keine Anteile zurückbehalten werden dürfen, die zum fair value bewertet werden müssen und so den Verkaufserlös erhöhen,

  • keine im Rahmen der Erst- und Folgekonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven/Lasten sowie
  • keine Fortschreibung der Beteiligung im Einzelabschluss vorhanden sein dürfen, die zu einem „Minder“- oder „Mehr“- Abgang führen würden,
  • genauso keine Minderheitenanteile vorkommen dürfen, die im Rahmen der Endkonsolidierung erfolgswirksam ausgebucht werden müssen, d. h. immer nur 100%-ige vollkonsolidierte Unternehmen,
  • auch keine OCIs, die zur Realisation kommen und ebenfalls erfolgswirksam ausgebucht werden müssen, bilanziert wurden. Die übrigen Bestandteile sind selbstsprechend, nur die OCIs tanzen aus der Reihe. Speziell das Thema Währungsrücklage führt immer wieder zu heftigen fachlichen Debatten. Abhilfe schafft hier IAS 1.7: Die Währungsrücklage ist Bestandteil der other comprehensive income.

Wie sieht es in der Praxis aus? Die zurückbehaltenen Anteile spielen nicht unbedingt eine große Rolle, die anderen Bestandteile kommen aber regelmäßig vor und machen eine Überleitung notwendig. Hierfür modifizieren wir unser Fallbeispiel. Siehe Tabelle 2. Jetzt wird uns klar, warum die beiden Werte regelmäßig voneinander abweichen. Sobald nur einer der hervorgehobenen Bestandteile zur Anwendung kommt, haben wir keine Übereinstimmung mehr. 

Die Lösung

Wie läuft dies bei IDL? Die häufigste Antwort auf diese Frage an einen unserer Berater ist: Bei uns kommt alles vor! Die Konsolidierungssoftware IDL.KONSIS übernimmt die Verbuchung der Bestandteile zu 100% automatisch. Die Zusammenführung des Ergebnisses aus dem Einzelabschluss und des Endkonsolidierungsergebnisses wird durch die Steuerung der Konten in einer GuV-Position realisiert. Eine fachmännische Einrichtung, eine periodische Wartung und die konsequente Unterlassung jeglicher manueller Eingriffe in der Automatik vorausgesetzt, stimmt das Endkonsolidierungsergebnis aus IDL.KONSIS zu 100%. IDL.KONSIS berücksichtigt bei der Verbuchung der Endkonsolidierung auch die Spiegel. Dies bringt im Zweifel mit sich, dass jede Buchung durch 20 geteilt wird. Und dies wiederum würde bedeuten, dass die i.d.R. 400 Bilanzkonten mit der Zahl 20 zu multiplizieren sind. So ergibt sich eine beachtliche Anzahl von 8.000 Buchungszeilen, die eine Würdigung der einzelnen Buchungszeilen zur Prüfung des Endkonsolidierungsergebnisses deklassiert. Wie ist dies zu schaffen?

Das Berechnungsschema nach IFRS, aus Tabelle 2, wird auch von unseren Wirtschaftsprüfern gerne akzeptiert und eignet sich hervorragend als Überleitung zwischen dem Endkonsolidierungsergebnis und dem Ergebnis aus der Veräußerung von Beteiligungen im Einzelabschluss. Jetzt müssten wir nur wissen, wie die einzelnen Bestandteile aus IDL.KONSIS zu ermitteln sind. Neben der vollautomatischen Durchführung der Endkonsolidierung hält IDL.KONSIS ein umfangreiches Instrumentarium für die Berechnung der einzelnen Bestandteile bereit. Der einfachste Weg führt über die Konzernsalden, sprich Kontensalden aus dem Einzelabschluss zzgl. Der Konsolidierungsbuchungen für die betroffene Gesellschaft, abrufbar u. a. über das Kurzwort KONSAL. Hier würden wir nur die Bilanzkonten (BG 1+2) selektieren und das Ergebnisvortragskonto ausklammern. Und dies ist die Basis für die Endkonsolidierung. Siehe Screenshot 1. Aus Platzgründen sind nur einige wenige Konten aufgenommen. Diese reichen jedoch vollkommen, um den Schwenk zu IDL.KONSIS und damit zur Praxis zu bekommen.

Unstrittig ist, dass im Rahmen der Endkonsolidierung alle diese Konten, die hier farblich markiert sind, leer gebucht werden müssen. Nur wohin damit? In Screenshot 2 findet man die Brücke zum Berechnungsschema aus Tabelle 2. Der Rest ergibt sich von alleine. Somit sind die letzten Zweifel bezüglich der Richtigkeit der (Um-) Buchung der ausgewählten Eigenkapitalpositionen in die Gewinn- und Verlustrechnung aus dem Weg geräumt. Wenn wir so vorgehen, dass wir das Nettovermögen der abgehenden Gesellschaft in das Berechnungsschema einfügen, laufen wir nicht Gefahr, uns zwischen den – durchaus berechtigten – tausenden Buchungszeilen der Endkonsolidierungsbuchung zu verlaufen. Wir bewegen uns auf einer aggregierten Ebene, die der Dokumentationspflicht vollkommen genügt. Wir sehen das Ergebnis aus der Vogelperspektive, können so die im Konzern übliche riesige Datenmenge für diese Zwecke aufbereiten und setzen auf das Know-how von IDL auf. Diese komfortable Ebene müssen wir nur verlassen, wenn wir manuelle Eingriffe in der Konsolidierung vorgenommen haben oder wenn wir die Kapitalflussrechnung betrachten. Für uns kommt jedoch nur die zweite Variante in Frage. Oder?

Passende Artikel