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Kommentar: Tech Deficits, Unternehmen müssen ihre IT-Infrastruktur modernisieren

Inzwischen ist jedem klar: Straßen und Autobahnbrücken in Deutschland sind am Limit - statt der üblichen Erhaltungsmaßnahmen und Flickwerk lassen sich nun Kompletterneuerungen nicht mehr hinauszögern. Ähnlich sieht es wohl in der IT-Infrastruktur deutscher Unternehmen aus.

Die von Colt Technology Services beauftragte Studie „Tech Deficit“ vom Juni 2014 registriert bei vier von fünf deutschen Unternehmen ein Technologiedefizit. 81 % der befragten deutschen Unternehmen gaben an, dass ihre IT-Infrastruktur nicht geeignet sei, um künftige geschäftliche Anforderungen zu erfüllen.

Dringender Handlungsbedarf

Die klassische IT-Infrastruktur mit Anwendungen wie ERP, CRM oder DMS entspricht bei vielen Unternehmen weder den Bedarfen des globalisierten Geschäftslebens noch den technologischen Möglichkeiten, die der Markt heute bietet.

Laut Studie sehen die Unternehmen auf der Infrastruktur-Ebene in den nächsten zwei Jahren vor allem Notwendigkeit in den Bereichen Sprachübertragung (Voice & Kommunikation), Rechenzentrumsinfrastruktur und Netzwerkinfrastruktur.

Die Devise auf ganzer Linie lautet: Modernisierung sowie Vereinfachung in allen Bereichen durch Nutzung von Cloud Services, Virtualisierung, Mobility-Konzepten sowie die Identifikation strategischer Partner.

Geschäftliche Nachteile schon für 2015 absehbar

Die Handlungsbedarf ist erkannt, aber die Folgen des Investitionsstaus spitzen sich inzwischen auch zeitlich zu: Die meisten der für die Colt-Studie befragten europäischen Unternehmen gaben an, dass sich ihre Infrastruktur in den kommenden zwei Jahren verändern muss, um künftigen geschäftlichen Anforderungen gerecht zu werden.

58 % der deutschen Unternehmen sind sogar der Ansicht, dass sie ohne infrastrukturelle Verbesserungen schon nächstes Jahr nicht mehr in der Lage sein werden, die Anforderungen ihrer Kunden effektiv zu erfüllen. Dies ist ein knapper Zeithorizont für Modernisierungen, bei denen es oft um Großprojekte und zum Teil um echte technologische Paradigmenwechsel geht.

Ressourcenaufbau verschlafen?

Die Dringlichkeit verschärft sich durch die Tatsache, dass vielerorts die entsprechenden personellen Ressourcen nicht bereitstehen: Aus- und Weiterbildung des Personals bzw. Aufstockung der IT-Abteilungen durch Spezialisten für neue mobile, Service-basierte Infrastrukturlösungen und Anwendungen wurden in den letzten Jahren vernachlässigt - auch hier ist ein entsprechender Zeitvorlauf mit einzurechnen.

Wer also auf dem Stand seiner Kunden bleiben will, die privat längst im mobilen Zeitalter angekommen sind, sollte sich jetzt mit neuen IT-Lösungen und Arbeitsprozessen vertraut machen, um die Lage im eigenen Unternehmen beurteilen und passende Modernisierungsinitiativen starten zu können.

Mobility und Cloud für Finanzwesen und Controlling

Ab Release 2014 steht die IDL Software für integrierte Unternehmenssteuerung auch als Cloud Services zur Verfügung.

Die Lösungen für Planung, Reporting und Konsolidierung sowie für das XBRL-Berichtswesen können damit neben dem klassischen OnPremise-Modell auch als SaaS (Software as a Service)-Angebot oder im Hybrid Cloud-Betrieb eingesetzt werden. Als Cloud-Plattform dient Microsoft Azure.

Dies eröffnet Kunden umfassende Möglichkeiten, die Vorteile der Digitalisierung und Mobility auch im Finance- und Controlling-Bereich zu nutzen und damit die Optimierungen von IT-Betriebskosten sowie die Effizienzsteigerung ihrer Prozesse im eigenen Kerngeschäft weiter voranzutreiben.

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