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Kommentar: Hohes Optimierungspotenzial bei Planungsprozessen nutzen

Planung, Budgetierung und Forecasting sind Kernprozesse der Unternehmenssteuerung.  Die vielfältigen Inhalte der Unternehmensplanung verfolgen durchweg erfolgskritische Ziele - ob es darum geht, Strategien in Maßnahmen zu gießen, Finanzen und Liquidität zu optimieren oder bis ins operative Tagesgeschäft hinein Umsätze, Kosten, Produktion und Ressourcen zu steuern.

Eine durchdachte Planung bietet also handfeste Ansatzpunkte zur Differenzierung im Wettbewerb, und das noch verstärkt durch die Tatsache, dass bei vielen Unternehmen im Vergleich zum meist gut ausgebauten Ist-Reporting im Planungsbereich noch hohes Optimierungspotenzial besteht.

Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis

Während in der Fachliteratur ausgefeilte Konzepte wie die treiberbasierte Planung oder Modern Budgeting diskutiert werden, zeigen aktuelle Umfragen, dass es in der Praxis oft noch an grundsätzlichen Strukturen mangelt. Der aktuelle BARC Planning Survey 2014 registriert beispielsweise ein Manko hinsichtlich der Integration von strategischer und operativer Planung, d.h. vielen Unternehmen fehlt die Möglichkeit, langfristige Ziele in kurzfristige Ziele und konkrete Maßnahmen zu übertragen.

Die Integration verschiedener Teilpläne untereinander schreitet zwar voran, aber auch Planungsumgebungen, in denen der Vertriebsbereich komplett isoliert geplant wird, sind in der Praxis noch zu finden. Das hat gravierende Auswirkungen, denn den üblicherweise auf der Vertriebsplanung aufbauenden Teilplänen und der Ergebnisplanung fehlt damit die solide Basis.

BARC Research Note: Von Best-in-Class-Unternehmen lernen

Im Bereich Planung gibt es also noch viel zu tun. Die Unternehmen haben laut aktueller Umfragen den Handlungsbedarf erkannt und arbeiten verstärkt am Ausbau ihrer Planungssysteme. Eine Bestandsaufnahme dazu bietet eine neue Research Note von BARC. Die Analysten haben darin ihre Ergebnisse aus ihrem Planning Survey 2014 zusammengefasst, und zwar fokussiert auf die ermittelten "Best-in-Class-Unternehmen".

Die Untersuchung zeigt, was Unternehmen, die mit dem Prozess und den Ergebnissen ihrer Planung zufrieden sind, anders machen als ihre Mitbewerber und wo lohnende Optimierungspotenziale zu finden sind.

Der Einsatz professioneller Planungswerkzeuge rechnet sich

Als Erfolgsfaktor mit signifikantem Mehrwert hat sich dabei u.a. der Einsatz professioneller Planungswerkzeuge erwiesen. Durch die Arbeit mit speziellen Planungswerkzeugen und die Abdeckung des Planungsprozesses in einem einheitlichen Werkzeug können Best-in-Class-Unternehmen die typischen Planungsphasen Datenbereitstellung und Datenverarbeitung deutlich schneller abwickeln als der Durchschnitt.

Während im Schnitt vor allem mit den weit verbreiteten Excel-Lösungen 15 Tage für die Datenbereitstellung und Datenverarbeitung benötigt werden, bewältigen die Best-in-Class-Unternehmen diese vorbereitenden Routinen innerhalb von 8 Tagen. In die wesentliche Phase der Datenanalyse, d.h. die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Plandaten, können die Best-in-Class-Unternehmen damit deutlich früher einsteigen.

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