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Integrierte Unternehmensplanung - der Steuerungsansatz in volatilen Märkten

In dynamischen Zeiten wird die Unternehmensplanung als Steuerungs- und Kontrollinstrument immer wichtiger. Das Schlüsselwort dabei heißt „Integration“.

Integrierte Unternehmensplanung

In dynamischen Zeiten wird die Unternehmensplanung als Steuerungs- und Kontrollinstrument immer wichtiger. Für die Unternehmensleitung ist dabei vor allem die Finanz- und Investitionsplanung mit ihrem Fokus auf Gewinn- und Verlustrechnung, Cashflow und Liquidität ein erfolgskritischer Ansatzpunkt.

Integration: Das Schlüsselwort der Unternehmensfinanzplanung

Um ihrer Steuerungsfunktion gerecht zu werden, muss die Finanzplanung valide, aktuell und einfach an neue Rahmenbedingungen anpassbar sein. Professionelle Planungssysteme ermöglichen das durch die Automatisierung und Standardisierung der unternehmensweiten Planungsprozesse. Der zentrale Erfolgsfaktor dabei heißt „Integration“

1. Integration der operativen Teilpläne untereinander und Integration der relevanten Kennzahlen in die Finanzplanung:

  • GuV-, Bilanzplanung und Ergebnisrechnung bauen sich auf diese Weise valide und nachvollziehbar aus den operativen Teilplänen auf. Die operative Planung bringt dabei die Intercompany-Beziehungen in die Finanzplanung ein, so dass diese direkt in die Bilanz übergehen.
  • Damit sind sowohl die Sicht des Konzernabschlusses als auch die transparente Planung der Unternehmenssegmente berücksichtigt.
  • Änderungen der operativen Geschäftstätigkeit werden direkt im Finanzplan sichtbar, bzw. operative Detail-Stellhebel können in Planszenarien in ihrer Auswirkung auf die gesamte Finanzlage des Unternehmens durchgespielt werden.
  • Umgekehrt lassen sich strategische Vorgaben top-down durch gezielte Planvorgaben in den operativen Teilplänen konsequent ins operative Geschäft übertragen. 

2. Integration der Planung mit weiteren Berichtsprozessen (z.B. strategischer Planung, Forecast, Ist-Reporting, Finanzkonsolidierung

  • Plan-Ist-Abgleiche gewährleisten die Kontrollfunktion der Planung.
  • Steuerung und Kontrolle der Unternehmensleistung im Rahmen eines durchgängigen Corporate Performance Managements (CPM) wird möglich.

Beschleunigter und vereinfachter Planungsprozess

Integration ist sowohl auf fachlicher als auch auf technologischer Ebene gefordert. Finden alle Planungsprozesse in einheitlichen Berichtsstrukturen mit automatisierten Datenströmen auf gemeinsamer Datenbasis statt, entsteht erheblicher Mehrwert. Der durchgängige Datenfluss von operativen Vorsystemen bis zur ermittelten Planbilanz sorgt für hoch effiziente Planungsprozesse ohne Systembrüche. Der klassische jährliche Planungsdurchlauf, der derzeit im Schnitt drei Monate dauert, kann damit um mehrere Wochen oder Monate verkürzt werden.

Höhere Planungsqualität

Noch wichtiger finden die meisten Planungsverantwortlichen die gesteigerte Qualität der Planung durch konsistente, systemvalidierte Daten, automatische Berechnungen, Vermeidung manueller Übertragungsfehler und standardisierte Planstrukturen. Die Unternehmensleitung kann sich auf die Planergebnisse verlassen, und die integrierte Lösung unterstützt Entscheidungen über Produktion und Vertrieb, konzernweite Investitionen oder ein aktives Liquiditätsmanagement durch transparente, belastbare Informationen.

Agile Planung, sichere Prognosen

Eine ähnlich hohe Priorität hat die gesteigerte Aktualität und Flexibilität der Planung. In integrierten Berichtssystemen können jederzeit aktuelle Ist-Daten in die Planungsumgebung eingespielt werden – ein erheblicher Vorteil bei der Planerstellung und im Laufe des Planungsprozesses. Die durchgängigen Datenströme ermöglichen außerdem schnelle Änderungen der Planstrukturen, ebenso wie Simulationen, Abweichungsanalysen und Planszenarien auf Knopfdruck. Durch die agile Planung hat die Unternehmensleitung die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jederzeit im Blick und kann auch kurzfristig gezielt auf neue Anforderungen reagieren, die das Finanzgeschehen beeinflussen.

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