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Im Interview: "Die Zukunft heißt digitalisieren und automatisieren."

Frankfurt Energy arbeitet in der Buchhaltung mit DATEV. Da das erfolgreiche Unternehmen jährlich um bis zu 20 Konzerngesellschaften wächst, wurde für die Finanz- und Berichtsprozesse nun die skalierbare Software für das Financial Performance Management (FPM)  eingeführt und im ersten Schritt der Konzernabschluss automatisiert. Dennis Martin,  Teamleiter Rechnungswesen und Controlling der Frankfurt Energy Holding GmbH, gibt dem Midrange Magazin (MM) Auskunft zu seinem Projekt und den Zielen.

Midrange Magazin: Warum haben Sie sich für die Einführung einer integrierten FPM-Lösung entschieden? 

Martin: Wir sind seit Jahren auf Wachstumskurs und wollten daher unsere noch auf Excel-basierte Berichterstattung auf eine effiziente IT-Lösung umstellen. Im Fokus stand zunächst die Konzernabschlusserstellung. Da im nächsten Schritt auch die Planung modernisiert werden soll, haben wir uns nach einer ausbaufähigen Gesamtlösung umgeschaut, die Konsolidierung, Planung und Reporting i einheitlicher Umgebung unterstützt. Im Produktvergleich fanden wir die IDL CPM Suite mit ihrem breiten Funktionsspektrum für alle finanzwirtschaftlichen Themen und wegen ihrer preislichen Attraktivität überzeugend. Wichtig war uns auch, dass die Konsolidierungslösung am Markt bekannt und bewährt sowie durch Wirtschaftsprüfer zertifiziert ist.

Midrange Magazin: Wie verlief das Einführungsprojekt?

Martin: In der ersten Projektphase haben wir die Konsolidierungslösung eingeführt und eine intelligente Schnittstelle zum automatischen Datenimport aus DATEV als Datenquelle definiert. Die Implementierung wurde im September 2017 gestartet; der Konzernabschluss 2017 lag dann im Mai 2018 vor und war im Juli 2018 geprüft und genehmigt. Mit der Softwarelösung haben wir unsere Abschlusserstellung weitgehend automatisiert und den Aufwand für den Konsolidierungsprozess von 27 auf 9 Manntage gesenkt. Bei der Einführung konnten wir auf unternehmensweit konsistenten Berichtsstrukturen aufsetzen, da wir alle Tochterunternehmen nach HGB in Euro auf Basis von DATEV als einheitlicher Systemumgebung konsolidieren. Auch die Intercompany-Abstimmung lief bereits zuverlässig im Rahmen der Buchhaltung, lässt sich aber künftig durch die Konsolidierungslösung noch weiter automatisieren. Auch durch den weiteren Ausbau der Schnittstelle, beispielsweise für den Import der Spiegelbewegungen aus DATEV, werden wir die Automatisierung vorantreiben.

Midrange Magazin: Frankfurt Energy wächst pro Jahr um bis zu 20 Gesellschaften und 30 Projekte. Wie wirkt sich das im Berichtswesen aus?

Martin: Die hohe organisatorische Dynamik, die unser projektbezogenes Photovoltaik-Geschäftsmodell mit sich bringt, ist tatsächlich eine besondere Herausforderung für unsere Berichterstattung und zugleich der Grund, warum wir jetzt handeln und automatisieren mussten. Wir sind stetig auf Expansionskurs. Im Jahr 2016 gehörten rund 80 Gesellschaften zum Konsolidierungskreis, im Jahr 2018 bereits 118, mit steigender Tendenz. Da unsere Tochtergesellschaften reine Projektgesellschaften sind, liegt die Konzernabschlusserstellung dabei ausschließlich in den Händen der zentralen Buchhaltung. Unser Team hat den Anspruch, die Konsolidierung mit gleichbleibenden Personalressourcen neben dem Tagesgeschäft zu erledigen. Durch die Effizienzsteigerung sind außerdem nun unterjährige Zwischenabschlüsse möglich.

Midrange Magazin: Wie wird die Lösung weiterentwickelt, wo sehen Sie weitere Potenziale?

Martin: Unser Ziel ist eine an den Konsolidierungsregeln ausgerichtete integrierte Finanzplanung mit Plan-GuV, Plan-Kapitalflussrechnung und Plan-Bilanz als Basis für flexible Soll-Ist-Vergleiche. Außerdem wollen wir ein Reporting für sämtliche Buchhaltungen und legalen Abschlüsse aufsetzen, das unter anderem das bestehende Reporting an Banken und Investoren noch weiter optimieren kann.

Quelle: Midrange Magazin 09/2019

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