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IDL Wissenswert: Finanzplanungssoftware

Alle Informationen rund um das Thema "Finanzplanungssoftware".

Agile Unternehmenssteuerung mit professioneller Finanzplanungssoftware

Die Finanzplanung in einer Unternehmensplanung stellt die erwarteten Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens gegenüber, um die finanzwirtschaftliche Entwicklung und Rentabilität eines Unternehmens zu ermitteln und zu steuern. Kern der finanzwirtschaftlichen Planung ist die Gewinn- und Verlustrechnung bzw. eine GuV-Planung. Weitere zentrale Module sind die Bilanz- und Liquiditätsplanung sowie die Planung von Investitionen, Rückstellungen, Leasing-Modellen, Steuern und Kapitalverwendung. Grundlage einer fundierten Finanzplanung sind die operativen Teilpläne. Erwartete Erlöse und Kosten aus den Bereichen Vertrieb, Personal, Produktion, Einkauf, Entwicklung oder Logistik beispielsweise bilden die detaillierte Ausgangsbasis zur Ableitung belastbarer Finanzkennzahlen. Eine realistische Sicht auf die Finanzsituation des Gesamtunternehmens erhält man dabei nur, wenn in den aggregierten Finanzkennzahlen auch die internen Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den einzelnen Unternehmenseinheiten berücksichtigt sind. Das heißt, dass zur Integration der operativen Detailpläne auch eine Inter-Company(IC)-Verrechnung gehört.

Integratives Planungsmodell auf zentraler Datenbasis

Eine verlässliche Finanzplanung erfordert also das nahtlose Zusammenspiel vielfältiger Planungsmodelle aus allen Unternehmensbereichen. Mit einzelnen Excel-Sheets ist dieser integrative Ansatz kaum abzubilden – und vor allem Dingen nicht in der heute geforderten Flexibilität zu steuern und an neue Anforderungen anzupassen. Hier liegt der wesentliche Vorteil von professioneller Finanzplanungssoftware, die sämtliche Teilpläne und betriebswirtschaftlichen Module auf der Grundlage einer zentralen Datenbasis integriert und in einer einheitlichen Plattform zusammenführt.  

Flexibilität im Rahmen vorgefertigter Planungsstrukturen

Die hoch standardisierte finanzwirtschaftliche Planung lässt sich gut in vorgefertigten fachlichen Inhalten und Abläufen abbilden. Vordefinierte Strukturen für GuV, Bilanz, Liquidität und Cashflow sollten im Planungssystem enthalten sein. Die automatische Datenübernahme aus operativen Detailplänen inklusive vordefinierter IC-Verrechnung, Währungsumrechnungen, Plausibilitätsprüfungen oder Workflows zur Prozessunterstützung sorgen ebenfalls für Effizienz und Datensicherheit. Daneben sollten aber auch die Abbildung individueller Planungsanforderungen oder die formulargestützte Eingabe von Planwerten im gewünschten Detailgrad möglich sein. Folgende zentralen Funktionalitäten sollte eine moderne Finanzplanung-Software mitbringen:    

  • Schnittstellen zur automatisierten Datenübernahme
  • Automatische Zusammenführung diverser Teilpläne zur Plan-Ergebnisrechnung
  • Parallele Darstellung der Segmentberichterstattung
  • Bildung von Planszenarien und Simulationen
  • Komfortfunktionen wie verteilen, splashen, kopieren, erfassen
  • Kommentierungsfunktionen
  • Effizienzfunktionen (Monitoring, Workflow, Freigaben)
  • Kontrollfunktionen (Plausibilitäten, Kapazitäten)
  • Berichts- und Präsentationsfunktionen mit Plan-Ist-Vergleichen 

Schnelle Anpassung an neue Planungsanforderungen

Der hohe Standardisierungs- und Automatisierungsgrad ist die Voraussetzung für die Flexibilität, die von allen Berichtslösungen heute gefordert ist. Planstrukturen können auf diese Weise zentral gesteuert und Anpassungen auch in unternehmensweiten Planszenarien schnell ausgerollt werden – eine wesentliche Voraussetzung für die agile Steuerung von Unternehmen im volatilen Geschäftsumfeld.