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IDL Wissenswert: Quotenkonsolidierung

Was ist eine Quotenkonsolidierung und wann ist diese von Vorteil?

Die Quotenkonsolidierung ist eine weitere Ausprägung der klassischen Konsolidierung.

Dennoch ist zu beachten, dass diese nur dann zulässig ist, wenn zwei oder mehrere voneinander unabhängige Firmen wirtschaftlich zusammenarbeiten und somit ein Gemeinschaftsunternehmen darstellen. Dies können beispielsweise Arbeitsgemeinschaften im Baubereich sein. Eine rechtlich selbstständige Firma führt Aufgaben im Interesse des Gemeinschaftsunternehmen aus, welche auch den Titel Partnerunternehmen, Joint Venture oder Jointly owned Company tragen.

Folgende Kriterien muss ein Gemeinschaftsunternehmen vorweisen:

  1. Die Gesellschaftsfirmen müssen unabhängig voneinander sein.

  2. Dennoch muss eine gemeinsame Führung durch das Gesellschaftsunternehmen gewährleistet sein. 

Das Gemeinschaftsunternehmen muss nach § 310 Abs. 1 HGB entsprechend seinen Anteilen am Kapital in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Quotenkonsolidierung ersetzt somit die sonst erforderliche Equity-Konsolidierung.

  • Unterschied Quotenkonsolidierung und Equity-Konsolidierung

Vergleicht man die Quotenkonsolidierung mit der Equity-Konsolidierung bzw. Equity-Methode, so erfasst die Quotenkonsolidierung den Anteil des Eigentums an einer Investition. Einen Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter (§ 307 HGB) gibt es nicht.
Die Equity-Methode wiederum erfasst die Erstinvestition zum Erwerbsdatum und die Revision des Anlagewerts. Bei der Quotenkonsolidierung erfolgt keine Fortschreibung des Beteiligungs-Buchwertes.

  • Differenzierung der Quotenkonsolidierung nach HGB bzw. nach IFRS

Für Gesellschaften ist der Jahresabschluss nach HGB verpflichtend.
Für ein kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen gelten jedoch die International Financial Reporting Standards (IFRS). 

  • Was versteht man unter einer Vollkonsolidierung?

Bei der Vollkonsolidierung werden die Tochterunternehmen in den Konzernabschluss miteinbezogen, was bedeutet, dass die Erträge und Aufwendungen, die Schulden sowie das Vermögen des Tochterunternehmens zu 100% in den Konzernabschluss mit einfließen.

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