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Frankfurt Energy automatisiert den Konzernabschluss

Die Frankfurt Energy Holding GmbH entwickelt nachhaltig Solarparks und betreibt heute rund 220 MWp in Deutschland und Europa. Darüber hinaus ist das Unternehmen u. a. in den Geschäftsfeldern Batterie-Speicher, BHKW und Energiehandel tätig und bietet Produkte und Services wie Peak Shaving, Regelenergie, Direktvermarktung, Eigenverbrauch und Dachsanierung an. Da der Konzern jährlich um bis zu 20 Konzerngesellschaften wächst, hat die Holding die Abschlusserstellung mit IDL.KONSIS nun weitgehend automatisiert.

Frankfurt Energy ist seit Jahren auf Wachstumskurs und wollte daher seine Excel-basierte Berichterstattung auf eine effiziente IT-Lösung umstellen. Im Fokus stand zunächst die Automatisierung der Konzernabschlusserstellung. Da im nächsten Schritt auch die Planung modernisiert werden soll, suchten die Projektverantwortlichen nach einer ausbaufähigen Gesamtlösung, die Konsolidierung, Planung und Reporting in einheitlicher Umgebung durchgängig unterstützt. Im Produktvergleich überzeugte die IDL Suite mit ihrem breiten Funktionsumfang für alle finanzwirtschaftlichen Themen sowie durch ihre preisliche Attraktivität. Ausschlaggebend war auch, dass IDL.KONSIS als bewährte Konsolidierungslösung am Markt bekannt und bewährt ist.

DATEV Smart Connectivity

In der ersten Projektphase wurde IDL.KONSIS eingeführt und eine intelligente Schnittstelle zum automatischen Datenimport aus DATEV als Datenquelle definiert. Die Implementierung wurde im September 2017 gestartet. Der Konzernabschluss 2017 lag dann im Mai 2018 vor und war im Juli 2018 geprüft und genehmigt.

Bei der Einführung konnte das Projektteam auf unternehmensweit konsistenten Berichtsstrukturen aufsetzen, da alle Tochterunternehmen nach HGB in Euro auf Basis von DATEV als einheitlicher Systemumgebung konsolidiert werden. Auch die IC-Abstimmung lief bereits zuverlässig. Im Rahmen der Buchhaltung, kann aber künftig durch IDL.KONSIS noch weiter automatisiert werden. Auch durch weiteren Ausbau der Schnittstelle, z.B. für den Import der Spiegelbewegungen aus DATEV, wird die FEH die Automatisierung vorantreiben.

Dynamisches Projektgeschäft

Eine besondere Herausforderung für das Rechnungswesen liegt in der hohen organisatorischen Dynamik, die das projektbezogene PhotovoltaikGeschäftsmodell mit sich bringt. Im Jahr 2016 gehörten rund 80 Gesellschaften zum Konsolidierungskreis, im Jahr 2018 bereits 118. Die Tendenz ist steigend; jedes Jahr wächst der Konzern um bis zu 20 Gesellschaften und 30 Projekte.

Da es sich bei den Tochtergesellschaften um reine Projektgesellschaften ohne angestellte Mitarbeiter handelt, liegt die Konzernabschlusserstellung ausschließlich in den Händen der zentralen Buchhaltungs-Abteilung. Im wachsenden Unternehmen will das Team den Konzernabschluss auch künftig mit ähnlichem Zeit- und Personalaufwand neben dem Tagesgeschäft bewältigen. 

Durch eine Aufwandsbetrachtung der einzelnen Konsolidierungsschritte wurde dafür genau eruiert, wie viel Zeit durch Automatisierung an welcher Stelle gespart werden kann. Ausgehend von der Konsolidierung in Excel ergab sich dabei eine Reduktion des Aufwands von 27 auf 9 Manntage für den gesamten Prozess, mit dem höchsten Einsparpotenzial bei den Punkten Schuldenkonsolidierung und Aufwands- und Ertragskonsolidierung, die in IDL.KONSIS auf Knopfdruck statt zuvor mit 9 Tagen manuellem Aufwand vorliegen. Die Projektverantwortlichen gehen davon aus, dass künftig lediglich das Neugeschäft zu weiterer Arbeit führt und die alten Gesellschaften über die Automatismen mitlaufen.

Fit für die Zukunft

Mit IDL.KONSIS kann die Holding den legalen Konzernabschluss bei steigender Komplexität in gleichbleibender Zeit erstellen und künftig auch Zwischenabschlüsse für das Controlling vorlegen. Neben der erreichten Effizienz und Revisionssicherheit durch Standardisierung und Automatisierung schätzt das Buchhaltungs-Team auch die hohe Transparenz bei der Auswertung der Bilanz- und GuV-Positionen.

Das Team arbeitet heute mit tagesaktuellen Buchhaltungs-Daten und kann Kennzahlen durch Drill-through bis auf die Buchungssätze zurückverfolgen. In weiteren Projektschritten will die FEH ihre Excel-basierte Planung durch IDL.FORECAST ersetzen. Ziel ist eine an den Konsolidierungsregeln ausgerichtete integrierte Finanzplanung mit Plan-GuV, Plan-Kapitalflussrechnung und Plan-Bilanz als Basis für flexible Soll-Ist-Vergleiche.
Mit dem IDL.DESIGNER soll außerdem ein Reporting für sämtliche Buchhaltungen und legalen Abschlüsse aufgesetzt werden, das u. a. das bestehende Reporting an Banken und Investoren verbessern und als Controlling-Instrument für das Management genutzt werden kann

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