Fachartikel

(Fast) ein ganzes Leben mit IDL

Es ist wohl ein wenig übertrieben zu sagen, dass das Konsolidierungsteam der Marquard & Bahls AG und ich unser gesamtes Arbeitsleben mit IDL verbracht hätten. Dennoch sind die mittlerweile über fünfzehn Jahre, in denen unser Konzern rasant gewachsen ist und in denen wir unseren Konzernabschluss nach IFRS mit IDL aufstellen, eine lange Zeit – und so können wir über sehr umfangreiche Erfahrungen mit IDL berichten. Dabei soll dieser Erfahrungsbericht keineswegs eine als redaktioneller Beitrag getarnte Werbeanzeige für IDL darstellen. Vielmehr legt er die Gründe dar, warum wir uns damals für die Konsolidierung mit IDL entschieden haben und warum wir diese Entscheidung noch immer für eine richtige Entscheidung halten.

Kurz nach der Jahrtausendwende befand sich die IT-Landschaft bei Marquard & Bahls im Umbruch. Sowohl bei der Buchhaltungssoftware als auch bei der Software zur legalen Konsolidierung handelte es sich um eine vor vielen Jahren selbstentwickelte und damit eher betagte Software. Die Grundsatzentscheidung, ein neues Buchhaltungsprogramm zu erwerben, war bereits gefallen. Lediglich die Frage, für welchen Anbieter man sich entscheidet, war offen und sollte in langer Projektarbeit beantwortet werden. Wie in so vielen Unternehmen stand die Konsolidierung nicht so im Fokus wie die Einzelbuchhaltung.

Weil der Anbieter des großen ERP-Systems ja möglicherweise eine Konsolidierungslösung mit anbietet, kam die große eigenständige Lösung wie z.B. Hyperion oder Cartesis von vornherein nicht in Frage, bevor nicht über die Buchhaltungssoftware entschieden ist. Und so biss sich die Katze selbst in den Schwanz … Gleichwohl wurde der Marquard & Bahls Konzern immer komplexer, die Euro-Umstellung stand bevor und die Pläne zur Umstellung der Konzernrechnungslegung von HGB auf IFRS lagen auch bereits in der Schublade, so dass kurzfristig eine Lösung her musste.

Die Grundanforderungen an das zukünftige Konsolidierungssystem waren schnell definiert:

  • Flexibel einsetzbar unabhängig von der zukünftigen Buchhaltungssoftware,
  • Abbildung eines schon damals komplexen Konzerns mit mehreren selbstständig bilanzierenden Teilkonzernen, weit über 100 Gesellschaften, Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen, in mehr als 30 (und teilweise exotischen) Ländern weltweit,
  • Anwenderfreundlichkeit nicht nur für das zentrale Konsolidierungsteam, sondern auch für Mitarbeiter weltweit bei der Erstellung der Consolidation Packages.

Nach dem üblichen Schaulaufen verschiedener Softwareanbieter ist die Entscheidung dann zugunsten von IDL gefallen. Dem Projektteam, bestehend aus Mitarbeitern des Konzernrechnungswesens, der eigenen IT-Abteilung und natürlich Beratern von IDL, gelang es, mit wenig Vorlaufzeit IDL zu unserer Konsolidierungssoftware zu machen.

Und so waren alle zufrieden:

  • Das Team Konzernrechnungswesen von Marquard & Bahls, weil wir jetzt ein modernes System zur Verfügung hatten,
  • unsere IT-Abteilung, weil Pflege und Customizing des Systems größtenteils vom Konzernrechnungswesen selbst vorgenommen werden können,
  • das Projektteam „Buchhaltungssoftware“, weil wir mit der „Übergangslösung“ IDL diesem Projektteam nicht in die Quere kamen
  • und sogar die Wirtschaftsprüfer, nachdem man sich daran gewöhnt hatte, dass nicht mehr alles auf Papier ausgedruckt und mit dem Haken versehen werden musste. 

Mittlerweile sind tatsächlich über fünfzehn Jahre vergangen und IDL läuft immer noch.

Die Gründe dafür sind einfach wie einleuchtend:

  • Das Wachstum von Marquard & Bahls auf in der Spitze über 350 Konzerngesellschaften wurde problemlos mitgegangen,
  • das Basieren des Consolidation Packages auf Excel als kleinstem gemeinsamen Nenner ist für Konzerngesellschaften in (exotischen) Ländern in allen Teilen der Welt für einen weit verzweigten Konzern wie Marquard & Bahls sehr hilfreich,
  • neue selbstständige Teilkonzerne können problemlos eingerichtet werden,
  • das laufende Customizing kann weitgehend von den Mitarbeitern des Konzernrechnungswesens selbst vorgenommen werden,
  • Berater von IDL (wenn sie doch einmal gebraucht wurden) waren kurzfristig und kompetent verfügbar
  • und die laufende Schulung durch die IDL-Anwendertage war hervorragend.

Es ist schwer zu sagen, ob wir weitere fünfzehn Jahre mit IDL durchhalten werden, und als Teil einer globalen IT-Strategie wird das möglicherweise auch nicht autonom vom Konzernrechnungswesen entschieden werden. Solange wir aber noch mit IDL konsolidieren, laden wir IDL-interessierte Unternehmen gerne zu einem Erfahrungsaustausch oder einer Präsentation ein.

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