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BI-Lösungen für Transparenz und proaktive Liquiditätssteuerung

Ein professionelles Liquiditätsmanagement-System, das auf der Grundlage von Ist-Daten die Planung, Steuerung und Kontrolle „flüssiger Mittel“ erleichtert ist der Traum eines jeden Controllers und Finanzverantwortlichen. 

Die Herausforderung: Aktuelle Daten und Berichte

In der Realität trifft man jedoch leider oft nur auf Behelfskonstruktionen, die zumeist auf Standardwerkzeugen wie Excel und Access aufsetzen. Deren Hauptproblem liegt in der Nichtverfügbarkeit aktueller Daten und einem unverhältnismäßig großen Aufwand in der Berichterstellung.

BI-basierte Liquiditätsmanagementsysteme bringen die Lösung

Eine probate Lösung bieten hier BI- (Business-Intelligence)-basierte Liquiditätsmanagement-Systeme. Diese stellen Informationen schnell und mit überschaubarem Aufwand bereit. Der Ansatz basiert dabei auf folgendem Prinzip: Das operative Zahlenmaterial wird automatisiert aus beliebigen Vorsystemen wie ERP (Enterprise Resource Planning)- und Buchhaltungsprogrammen übernommen und für die weitere Nutzung in einer mehrdimensionalen Datenbank aufbereitet. Das so strukturierte Datenmaterial steht immer aktuell zur Verfügung, lässt sich einfach und selbstständig nach verschiedensten Gesichtspunkten auswerten, weiterverarbeiten und berichten und ermöglicht so die zeitnahe und Gewinn bringende Ableitung liquiditätsrelevanter Maßnahmen.

Früher erkennen, schneller agieren

In BI-basierten Liquiditätsmanagement-Lösungen können zudem vielfältigste Aspekte mit einbezogen werden. Es lassen sich Valuten von Eingangszahlungen auf Basis des historischen Zahlungsverhaltens von Kunden realistisch beurteilen und dabei mögliche Ausfälle berücksichtigen - oder die offenen Posten mit den Verbindlichkeiten korrelieren, um Kontostände vorwegzusehen und Engpässe frühzeitig zu erkennen.

Das Durchspielen von Szenarien hilft zudem, die eigenen Eingriffsmöglichkeiten zu analysieren: Wie beispielsweise wirkt sich in verschiedenen Simulationen das verspätete Ausgleichen von Kreditoren-Rechnungen auf den Erhalt der Zahlungsfähigkeit aus?

An anderer Stelle ermöglicht das Cash-Pooling, also das Verschieben von Liquiditätsüberschüssen aus einem Unternehmensbereich in einen anderen zur Deckung von Engpässen, teure Kredite einzusparen. Und wer seine „flüssigen Mittel“ in mehreren Währungen verteilt hält, kann sogar von schwankenden Kursen profitieren, indem er seine Zahlungen vom für ihn günstigsten Devisenkonto ausführt.

Automatisierte Berichte für Verantwortliche und Entscheider

Je nach Zuständigkeit erzeugen BI-basierte Liquiditätsmanagement-Systeme automatisiert individuelle Berichte (oder auch OP- und Alert-Listen) für verschiedene Verantwortliche und Entscheider. Erst einmal definiert, können diese per Knopfdruck abgerufen werden und liegen binnen Minuten aktualisiert vor – im gewünschten Format, ohne dafür noch etwas manuell aufbereiten zu müssen.

Auf Flexibilität und Ausbaufähigkeit setzen

Ein BI-basiertes Liquiditätsmanagement-System bietet zudem viel Potenzial für Mehr. Neben dem Aufbau als eigenständige Lösung, lässt es sich sehr gut mit bereits existierenden BI-Strukturen kombinieren und hält nicht zuletzt durch seine strukturierte Datenbasis viele Möglichkeiten bereit, weitere Herausforderungen der Unternehmenssteuerung wie Unternehmensplanung, Management-Reporting oder auch die Analyse von Bilanz und GuV zu meistern.

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