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Berater Tipp: Es ist möglich! Die Kapitalflussrechnung nach direkter Methode in IDL.KONSIS

Als IDL-Berater werden wird oft mit der Frage konfrontiert: „Ist eine Kapitalflussrechnung nach der direkten Methode in  IDL.KONSIS, möglich?

Die klare Antwort auf dieser immerwährenden Frage lautet:  Ja, eine Kapitalflussrechnung nach der direkten Methode ist in IDL.KONSIS möglich.

Wir verbinden „direkt“ in der Regel mit dem Ableitungs- bzw. Ermittlungsverfahren. Dies ist nur realisierbar wenn jede einzelne Zahlung so gekennzeichnet wird, dass diese in der Cash Flow Rechnung automatisch der richtigen Reportzeile zugeordnet werden kann. Alternativ kann jede Buchung als pagatorisch oder nicht pagatorisch gekennzeichnet werden. Während einige wenige (Einzel)Unternehmen in Excel ein Verfahren entwickelt haben, in dem die einzelnen Buchungen gewürdigt werden, stehen die Unternehmensgruppen vor weiteren Herausforderungen. Hier kommt es erschwerend hinzu, dass alle Zahlungen zentral von der Mutter oder einer einzelnen Tochter getätigt werden – Stichwort Cash Pooling. Diese  Vorgehensweise ist betriebswirtschaftlich sinnvoll, macht aber die spätere Ermittlung der Cash Flows nahezu unmöglich.

Anders IAS 7, der direkt oder indirekt allein mit der Reportstruktur verbindet. IAS 7.19b beschreibt sogar ein Alternativverfahren, das dem Verfahren nach IAS 7.20 sehr ähnlich ist, und verbindet somit die Informationsvorteile der Kapitalflussrechnung nach der direkten Methode mit den Vorteilen der Ermittlungstechnik der indirekten Methode.

Wie funktioniert das genau? Während bei der indirekten Methode nach IAS 7.20 die Korrekturen auf dem Periodenergebnis (JÜ einschließlich Minderheitenanteil an JÜ) vorgenommen werden so müssen nach IAS 7.19b – direkte Methode – die Umsatzerlöse und die Umsatzkosten sowie die anderen Posten der Gesamtergebnisrechnung korrigiert werden.

Allerdings sieht weder DRS 2 noch DRS 21 ein solches Wahlrecht vor. Da diese Standards jedoch das Ermittlungsverfahren nicht vorgeben, so können wir davon ausgehen, dass das IAS 7.19b-Verfahren auch von HGB-Anwendern übernommen werden kann.

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