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Modern Budgeting als durchgängiges Planungskonzept – Flexible Lösungen gefordert

Ein Gremium aus Unternehmen, Beratungshäusern und Universitäten hat mit dem Modell des sogenannten "Modern Budgeting" ein Konzept mit Potenzial zum Paradigmenwechsel bei der Unternehmensplanung entwickelt. Hinter den formulierten Forderungen nach Einfachheit, Flexibilität und Integration steht der Wunsch nach einer mit wenig Aufwand zu realisierenden variablen Planung, die einen höheren Nutzwert erzielt. 

Wer die Planung vereinfachen will, sollte deren Detaillierung reduzieren und sich auf steuerungsrelevante Inhalte beschränken.

In diesem Sinne räumt Modern Budgeting auf mit starren Prozessen. Es orientiert sich an Unternehmensstrategie und Gesamtziel und wird über die organisatorischen Gegebenheiten bis in die Geschäftsbereiche hinein abgebildet.

Das Budget muss stets im Einklang mit der Strategie stehen, steuerungsrelevante Bereiche werden individuell und detailliert geplant, der Rest vereinheitlicht auf einer höheren Aggregationsebene. Die Forderung nach planerischer Integration verbindet dabei die strategische und operative Sichtweise, die bis auf die stets anpassbare Projektebene heruntergebrochen wird.

Professionelle Planungslösungen unterstützen die Abbildung dieser Anforderungen und vereinen die strategische Maßnahmenplanung des Konzerns oder Unternehmens über die operative Planung auf Fachabteilungsebene bis hin zur Finanzplanung. Die Anwender arbeiten dabei durchgängig mit ein und derselben Produktfamilie auf einer einheitlichen Datenbasis und mit durchgängiger Logik.

Mit flexiblen Planungstools der neuen Generation gelingt es, moderne Budgetierung in die Praxis umzusetzen – mit individuellen Prozessen, die zum Unternehmen, seiner Strategie und Ausrichtung passen.

Die Detaillierung der Planung sowie Ablauf und Aufbau des Budgetierungssystems als auch die interne Leistungsverrechnung werden vereinfacht, die operative Planung effizient unterstützt und nachvollziehbar erstellt.

Geplant wird wahlweise auf Konten-, Positions- und Verdichtungsebene sowie auf Basis von Kostenstellen oder Kostenstellenkonten. Ein Set an betriebswirtschaftlichen Instrumenten wie Deckungsbeitragsrechnung, GuV, Bilanz oder Finanzplan steht für die Umsetzung der operativen Planung zur Verfügung.

Das Erfassen von Plandaten erfolgt einfach und geführt über Formulare. Diese können mit Werten oder Validierungen vorbelegt werden. Die Eingabeoberfläche ist anwenderorientiert und lässt sich ebenso über Web und mobile Endgeräte bedienen.

Forecasts lassen sich kontinuierlich auf Basis der bisherigen Ist-Werte und der ursprünglichen Planung durchführen. Aus Umfeld-Entwicklungen entstehende Einflussfaktoren werden strukturiert berücksichtigt. Durch die Möglichkeit, relative Ziele ergänzend einzusetzen, können verschiedene Planversionen oder Szenarien berücksichtigt werden.

Dynamisch rollierende Planungszeiträume sind abbildbar, individuelle Ergänzungen mit Line-Item-Details sowie Top-down und Buttom-up frei wählbar und die Möglichkeit für Struktursimulationen ist gegeben.

Planerische Integration verbindet strategische und organisatorische Sichtweise, die bis auf die Projektebene heruntergebrochen wird.

Strategische Erkenntnisse fließen in die operative Planung ein, der Erfüllungsstand wird im Zuge einer Soll-Ist-Rückkopplung zurückgespielt. Zielvereinbarungssysteme oder auch Projektplanungen können eingebunden, strukturierte und unstrukturierte Daten miteinander kombiniert sowie Planungsvorsysteme über Datenbankanbindungen angebunden und damit die Anforderungen aus der Konzernplanung erfüllt werden.

Komplett integrierte Lösungen zur Unternehmensplanung ermöglichen Strategie-, Maßnahmen- und Projektplanungen aus einer Hand, sie bilden die Wertschöpfung sowie die Organisation des Unternehmens komplett ab und ermöglichen damit die Umsetzung moderner Planungsansätze für die Unternehmenssteuerung.

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